Sommer, Stille, Stillstand? – Warum gerade jetzt Kulturarbeit zählt.
Autorin: Heike Bartels
Veränderungen in Unternehmen werden nicht aus Jux und Dollerei angegangen, sondern aus genau einem Grund: Um einen unternehmerischen Nutzen und damit einen Vorteil am Markt zu schaffen. Die zentrale Herausforderung liegt dabei weniger darin, neue Ideen zu finden, als alte loszulassen.
1. Veränderung ist Chefsache.
Es ist Sommer. Die E-Mails werden weniger. Meetings fallen aus. Manche Budgets verschwinden leise in der Warteschleife.
Kulturarbeit? Employer Branding? Transformation? Wird vertagt. Zu teuer, zu weich, nicht dringend.
Und doch: Genau jetzt, in der scheinbaren Ruhe, entscheidet sich vieles.
2. Was passiert, wenn nichts passiert?
Wir alle kennen diese leisen Phasen – und manchmal sind sie trügerisch.
Denn während wir innehalten, geht die Welt weiter. Märkte verändern sich. Teams spüren Verunsicherung. Führung wird gebraucht, aber nicht gegeben.
Transformation ist längst kein Projekt mehr, sondern ein Zustand. Und der braucht Pflege. Haltung. Kommunikation. Kultur.
3. Kulturarbeit ist keine Kür. Sie ist das Fundament.
In unsicheren Zeiten braucht es keine perfekten Kampagnen, sondern echte Orientierung.
Kulturarbeit schafft genau das: Ein Bewusstsein für das Miteinander, das über das operative Tagesgeschäft hinausgeht.
Wer jetzt investiert – in Sprache, in Werte, in Haltungen – wird im Herbst nicht hinterherrennen, sondern vorausgehen.
4. Persönlich und professionell – meine Erfahrung mit „Warten“
Ich kenne das Warten: Privat – wenn ich gehofft habe, dass sich Dinge von selbst lösen.
Beruflich – wenn ich gespürt habe, dass ein Impuls nötig wäre, ihn aber nicht ausgesprochen habe.
Veränderung beginnt selten mit Applaus. Sondern mit der Entscheidung, etwas anders zu machen. Und genau diese Entscheidung ist es, die Führung heute auszeichnet.
Drei Impulse für diesen Sommer
- Was vertagen wir gerade, obwohl wir wissen, dass es wichtig wäre?
- Worauf wollen wir im Herbst stolz zurückblicken – als Team, als Führung, als Unternehmen?
- Welche Haltung geben wir unseren Mitarbeitenden gerade – bewusst oder unbewusst – mit?
Fazit: Stille heißt nicht Stillstand – es sei denn, wir lassen es zu.
Der Sommer ist kein leeres Feld. Er ist ein Möglichkeitsraum. Gerade jetzt lohnt es sich, den Fokus auf Kultur, auf Kommunikation und auf Führung zu richten – nicht als Maßnahme, sondern als Haltung.
Transformation beginnt da, wo wir uns bewegen – auch wenn es ruhig ist.
Wenn du deine Kulturarbeit weiterdenken oder deine Transformation wirksam gestalten möchtest – melde dich gern bei mir.
Lass uns gemeinsam schauen, was du jetzt tun kannst, damit der Herbst kein Aufholrennen wird.