Leistung muss sich wieder lohnen?
Dann fangt an zu verstehen, wie sie entsteht.

Ein Beitrag von Heike Bartels, just be GmbH

Leistung muss sich wieder lohnen? Dann fangt an zu verstehen, wie sie entsteht.

„Leistung muss sich wieder lohnen.“
„Die Leute müssen wieder mehr leisten.“
„Wir können uns diesen ganzen Soft-Kram nicht mehr erlauben, wir brauchen Ergebnisse.“

Diese Sätze fliegen uns gerade überall um die Ohren – in Talkshows, Feuilletons, Social Media und natürlich in Unternehmen. Und ja, sie triggern etwas, weil in ihnen ein echter Kern steckt: Viele Systeme sind träge, viele Prozesse schwerfällig, viele Organisationen weit weg von dem, was sie leisten könnten.

Aber:
Die Art, wie wir über „Leistung“ reden, steckt oft noch in einer alten Welt. Und genau das macht sie so gefährlich. Denn während wir nach „mehr Leistung“ rufen, haben wir an einer Stelle noch kein Update gemacht: beim Verständnis, wie Leistung im Jahr 2025 überhaupt entsteht – und was sie zerstört.


Die alte Leistungslogik: Mehr Druck, mehr Tempo, weniger Mensch

Schauen wir kurz auf das Standardmuster, das ich in Unternehmen immer wieder erlebe. Sobald der Druck steigt, setzt ein Reflex ein:

„Wir müssen liefern – für Gefühle ist später Zeit.“
„Klar ist Kultur wichtig, aber jetzt sind erstmal die Zahlen dran.“
„Das mit den Werten… machen wir, wenn wieder Ruhe einkehrt.“
„Für Erklärungen und Kommunikation haben wir jetzt keine Zeit – das kann man sich doch denken.“

Klingt pragmatisch. Ist aber teuer.

Die unausgesprochene Gleichung lautet: Leistung = mehr Druck + mehr Kontrolle + mehr Tempo.
Und Menschlichkeit, Werte, Kultur? Nett, aber nicht krisenrelevant.

Was passiert, wenn diese Logik greift, sieht auf den ersten Blick sogar „leistungsstark“ aus: Projekte werden durchgedrückt, Meetings gestrafft, Pausen verkürzt, die Menschen „ziehen mit“. Unter der Oberfläche entsteht etwas anderes: Menschen machen zu, statt auf. Vertrauen wird kleiner, Zynismus größer. Konflikte wandern in den Flurfunk. Fehler werden versteckt, nicht adressiert. Und die berühmte „Leistung“? Rutscht trotz Druck nach unten – nur etwas zeitversetzt.

Wir haben also kein Leistungsproblem. Wir haben ein massives Verständnisproblem.


Leistung neu gedacht: Woraus sie heute wirklich besteht

Wenn wir Leistung zeitgemäß denken, kommen wir an einem Punkt nicht vorbei: Leistung ist kein isolierter Output und auch kein Systemergebnis.

Für mich sieht die Gleichung so aus:

Leistung = Klarheit + Haltung + mentale Energie + Zusammenarbeit.

  • Ohne Klarheit in Zielen, Prioritäten und Rollen entsteht Aktionismus.
  • Ohne Haltung in der Führung rutscht das System in Beliebigkeit oder Angst.
  • Ohne mentale Energie bleibt nur erschöpfte Anwesenheit statt wirksamer Beitrag.
  • Ohne echte Zusammenarbeit explodieren Reibungsverluste und Silos.

Klingt abstrakt? Ist es nicht.

In jedem Unternehmen, in dem ich unterwegs bin, lassen sich Spannungen, Konflikte und „Leistungsengpässe“ fast immer auf diese Faktoren zurückführen. Man kann das „weiche Themen“ nennen – bis die harten Kennzahlen in den Keller gehen: Fluktuation, Krankheitsquote, Projekterfolg, Kundenzufriedenheit. Leistung um jeden Preis hat einen Preis. Den zahlt am Ende immer jemand – Menschen, Teams, das ganze System.


Der blinde Fleck im „Mehr-Leistung“-Diskurs

Spannend ist: Auch gesellschaftlich reden wir gerade viel über „mehr Leistung“ und darüber, dass sich Leistung wieder lohnen müsse. Es schwingt dabei oft ein Unterton mit: Die Menschen seien zu bequem geworden, zu anspruchsvoll, zu sensibel. Was dabei fast nie vorkommt: die Frage, woraus Leistung im Jahr 2025 eigentlich besteht.

Wir leben in Systemen, in denen Komplexität, Geschwindigkeit und Unsicherheit permanent hoch sind. Fachkräftemangel, Transformation, Digitalisierung, neue Technologien wie KI – das ist kein Ausnahmezustand mehr, das ist der Normalfall. In dieser Realität geht es nicht mehr nur um Stunden, Präsenz und Output. Es geht um Klarheit, Energie, Zusammenarbeit – und um die Fähigkeit, Komplexität auszuhalten, ohne innerlich zu kollabieren.

Und wir kommen an einem Aspekt nicht vorbei:
Mehr Leistung oder Effizienz entsteht heute nicht dadurch, dass Menschen „noch mehr geben“. Sie entsteht durch den strategischen, smarten Einsatz von Technologie, insbesondere von KI – und zwar so, dass Routinearbeit entlastet wird, Entscheidungen besser werden und menschliche Kapazität frei wird für das, was nicht automatisierbar ist: Beziehung, Urteilskraft, Kreativität, Führung.

Wer „mehr Leistung“ fordert, ohne über diese Ebenen zu sprechen, führt eine Debatte mit Werkzeugen von gestern.


ZÜNDSTOFF: Leistung wieder menschlich denken – und Menschen wieder leistungsfähig

Genau hier setzt ZÜNDSTOFF an.

ZÜNDSTOFF ist für mich kein weiteres Kulturprojekt und kein nettes Führungsseminar. Es ist ein Rahmen, in dem Leistung, Mensch und Technologie zusammen neu sortiert werden.

Die Kernfrage lautet: Wie können Organisationen unter Druck leistungsfähig bleiben, ohne dass Menschen innerlich kündigen oder reihenweise ausfallen? Die Antwort liegt in einem Dreiklang: Führung, mentale Ressourcen, Kultur & Zusammenarbeit.

  • Führung, die Haltung zeigt und Spannungen nicht verwaltet, sondern adressiert.
  • Mentale Ressourcen, die nicht als Privatproblem der Mitarbeitenden betrachtet werden, sondern als strategische Ressource des Unternehmens.
  • Kultur & Zusammenarbeit, die nicht im Leitbild stattfinden, sondern da, wo Entscheidungen fallen, Konflikte aufbrechen und echte Verantwortung übernommen werden muss.

KI kommt in diesem Rahmen nicht als Bedrohung oder Spielerei vor, sondern als Hebel:

  • sie übernimmt, was wiederholbar ist,
  • sie strukturiert, was komplex ist,
  • sie unterstützt, wo Daten besser entscheiden als Intuition – und
  • sie macht damit Raum auf für die menschliche Seite von Leistung.

Leistung wird wieder menschlich. Und Menschen wieder leistungsfähig.


Was das konkret heißt – und was nicht

ZÜNDSTOFF heißt nicht, dass alles „weicher“ wird. Es heißt, dass es ehrlicher wird.

Leistung neu zu denken bedeutet zum Beispiel:

  • Jemandem klar zu sagen: „Wir gehen gerade über eure Grenzen – und wir müssen entscheiden: ändern wir Strukturen, priorisieren wir anders oder lassen wir bewusst etwas liegen?“
    Statt: „Jetzt reißt euch mal zusammen, irgendwann wird’s wieder besser.“
  • Als Führungskraft zu lernen, wie man Spannungen anspricht, ohne abzuwerten. Statt in zynische Kommentare oder stille Distanz zu flüchten.
  • Mit Teams darüber zu sprechen, wie sie ihre Energie managen – individuell und gemeinsam.
    Statt Erschöpfung erst dann ernst zu nehmen, wenn die Krankschreibungen kommen.
  • KI in Prozesse so einzubauen, dass Menschen spürbar entlastet werden – bei Reporting, Dokumentation, Wissensaufbereitung, Routinen.
    Statt sie als weiteres Tool obendrauf zu packen, das nur zusätzliche E-Mails und Dashboards erzeugt.

Leistung hat dann nichts mehr mit „Heldenmodus“ zu tun, in dem wenige alles tragen, bis sie umfallen. Sondern mit einem System, das tragen kann.


Und jetzt?

Wenn du diesen Text bis hierhin gelesen hast, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dich das Thema nicht nur fachlich, sondern persönlich betrifft – als Führungskraft, Geschäftsführung, HR, Organisationsentwicklerin oder einfach als Mensch, der merkt: So, wie wir Leistung bisher verstanden haben, passt es nicht mehr.

ZÜNDSTOFF ist meine operative Antwort auf genau dieses Gefühl.

Ich arbeite mit Unternehmen daran, Führung neu zu rahmen, mentale Ressourcen sichtbar und gestaltbar zu machen, Kultur & Zusammenarbeit so zu verändern, dass Leistung möglich bleibt – und Technologie, insbesondere KI, so einzusetzen, dass sie Menschen stärkt statt ersetzt.

Nicht in einem Ein-Tages-Workshop und einem hübschen Poster. Sondern in echten Prozessen, in Reibung, in Gesprächen, in Entscheidungen.

Wenn du den Satz „Leistung muss sich wieder lohnen“ nicht mehr als Kampfansage, sondern als Einladung zu einem intelligenteren Leistungsverständnis lesen willst, dann lass uns reden.

  • Über dein Unternehmen.
  • Über deine Führung.
  • Über das, was euch gerade Energie raubt – und was euch wirklich nach vorn bringen würde.

ZÜNDSTOFF macht Leistung wieder menschlich – und Menschen wieder leistungsfähig. Der Rest ist Mut, damit anzufangen.

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